Potenzialanalyse und Landschaftsentwicklungskonzept für das
Wasenweiler Ried (Südliche Oberrheinebene)
Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erstreckt sich das Wasenweiler
Ried zwischen dem Kaiserstuhl im Nordwesten und dem Tuniberg im
Osten. Diese Niederung wurde im Postglazial vom Ostrhein durchflossen.
Nach Aufgabe dieses Rheinarmes ist im Präboreal und Boreal
durch hochanstehendes Grundwasser und Stauung der Gewässer
durch die Schwemmkegel der Schwarzwaldflüsse ein Niedermoor
entstanden.
Heute sind die Moorböden stark degradiert. 1924 wurde eine
Entwässerung dieses Gebietes vorgenommen, die den Grundwasserspiegel
stark absinken ließ und somit eine Mineralisation der Torfböden
zur Folge hatte.
Bis zur Entwässerung konnten die nassen Flächen nur als
extensives Grünland genutzt werden. Nach der Absenkung des
Grundwasserspiegels kam es zum Umbruch eines Großteils der
Grünlandflächen. Heute prägt der intensive Maisanbau
das Landschaftsbild im Gebiet.
Das Ziel der Diplomarbeit ist, eine Potenzialanalyse und mit deren
Hilfe ein Landschaftsentwicklungskonzept für das Wasenweiler
Ried zu erstellen. Dieses soll mittels einer Aufarbeitung der Historie
und einer Bestandsanalyse erreicht werden. Im ersten Ergebnisteil
wird die historische Entwicklung der Landschaft anhand der Veränderungen
im Landschaftsbild und der landwirtschaftlichen Situation dargestellt.
In der aktuellen Bestandsanalyse wurden eigene Kartierungen zur
Landnutzung, Zeigerarten und Landschaftselementen durchgeführt,
zusätzlich sollen Grundwasserstandsdaten, Grünlandvegetationsaufnahmen
und Bodenprofile ausgewertet werden.
Nach Ermittlung der vorhandenen abiotischen und biotischen Potentiale
hinsichtlich einer standortangepassten und umweltverträglichen
Nutzung sollen die vorhandenen Konflikte zwischen Landnutzern und
dem Gewässerschutz, Bodenschutz und Naturschutz dargelegt werden.
Über die Methode der Leitbildfindung soll als Ergebnis ein
Entwicklungskonzept für diesen Landschaftsraum entstehen.
| Laufzeit: |
12.08.2001 - 12.02.2002
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| Projektleiter: |
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Korreferent:
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Prof. Dr. Friedhelm Venzke
(Institut für Geographie, Universität Bremen)
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| Betreuer: |
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| Bearbeitung: |
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