Bewertung der Aufforstungen der ehemaligen Kreismülldeponie Sindelfingen
Rainer Striebel, Bachelorarbeit - 2009
Hintergrund:
Im Frühsommer 1999 wurde eine 3,3 ha große Teilfläche des technisch rekultivierten Bereichs der ehemaligen Kreismülldeponie Sindelfingen zeitgleich mit standortsangepassten Baumarten aufgeforstet. Die Wahl der Baumarten resultiert aus einem in diesem Zuge erstellten Standortsgutachten. Durch vorhergegangene Untersuchungen des Instituts für Landespflege Freiburg wurden massive Unterschiede hinsichtlich der Vitalität und des Wachstums der gleichaltrigen Bestände festgestellt. Vor allem die südwestlich exponierten Teilflächen der Rekultivierungsfläche weisen deutlich geringere Wuchsleistungen bzw. höhere Ausfälle auf.
Ziel der Arbeit und Untersuchungsmethoden :
Aus diesem Anlass wurde eine Feldarbeit in Form von Aufnahmen hinsichtlich Waldbestand, Wildeinfluss und Boden- bzw. Wasserhaushaltseigenschaften geplant und vom 20. April 2009 bis zum 5. Mai 2009 durchgeführt. Hierzu wurde die Rekultivierungsfläche in vier Kartiereinheiten unterteilt. Zum einen galt es die einzelnen Bestände in ihrem aktuellen Zustand hinsichtlich ihrer Eignung als Deponiewald zu bewerten und zum anderen die Gründe für das wesentlich geringere Wachstum der Bäume der südwestlich exponierten Teilflächen herauszuarbeiten.
Ergebnisse:
Drei der vier ausgewiesenen Kartiereinheiten können als gesichert bewertet werden, lediglich die südwestlich exponierte Teilfläche muss auf Grund der hohen Ausfälle von bis zu 13 % und auf Grund des geringen Wachstums vor allem bei den Klimaxarten Feldahorn (Acer campestre) und Spitzahorn (Acer platanoides) als nicht gesichert bewertet werden. Die Gründe für das geringe Wachstum ergeben sich aus der Zusammenführung der Untersuchungsteile Wildeinfluss und Bodeneigenschaften. So liegt der aufgenommene Wildeinfluss (Fege- und Schälschäden, Seiten- und Leittriebsverbiss) auf dieser Kartiereinheit bei über 50 % und konzentriert sich vor allem auf die genannten Klimaxarten. Bei der bodenkundlichen Untersuchung wurden außerdem an Hand eines Leitprofils ein erhöhter Skelettgehalt und eine erhöhte Lagerungs-dichte ab 60 cm Tiefe nachgewiesen. Dies führt unter anderem zu einer verminderten nutzbaren Feldkapazität und somit zu schlechteren Wasserhaushaltseigenschaften als auf den restlichen Kartiereinheiten.
| Laufzeit: |
März – Juni 2009 |
| Projektleiter: |
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| Korreferent: |
 Prof. Dr. Jürgen Reif |
| Betreuer: |
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| Bearbeitung: |
Rainer Striebel |
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