Ursachen und Folgen der Hochwasserbildung im Einzugsgebiet des Langenbachs

Untersuchungsgebiet
Der Schauinsland - auch Freiburgs Hausberg genannt und 1248 m hoch - liegt wenige Kilometer südöstlich von Freiburg. Er ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsgebiet in den Sommermonaten, mit dem 800-jährigen Silberbergwerk als besonderer Attraktion. Besucherzahlen von mehreren Tausend Personen am Tag sind keine Seltenheit. Im Winter ist die Region ein populäres Skigebiet. Die Schauinslandbahn erspart dem Besucher das Überwinden von über 700 Höhenmeter. Alternativ ist es möglich, den Gipfel mit PKW und für Sportliche sogar mit dem Fahrrad zu erreichen.
Der Langenbach ist über 3 km lang und windet sich in nordwestlicher Richtung von der Bergstation talwärts. Das Gelände ist steil mit Hangneigungen von bis zu 43 Grad. Wasser bekommt der Bach von mindestens 12 Quellen. Das Gebiet ist hauptsächlich bewaldet, die Hauptbaumarten sind Fichte und Buche. In den feuchten Tälern findet man häufig Bergahorn und Esche. Bachabwärts betreut das Unternehmen Badenova mehrere Wasserschutzgebiete und nutzt mehrere Quellen für die Wasserversorgung Freiburgs. Besitzer des Waldgebietes ist die Stadt Freiburg.

Ziel der Arbeit:
Das gesamte Einzugsgebiet des Langenbachs soll auf Erosionserscheinungen und andere Problemzonen untersucht werden. In den vergangenen Jahren sind Hochwässer im Bach aufgetreten, die teilweise Forstwege weggerissen haben. Außerdem sind lokal tief gehende Rinnen durch rückschreitende Erosion entstanden, deren Ursache und Wirkung untersucht werden. Am Ende sollen verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen werden, die die entstandenen Probleme verringern oder beheben könnten.

Material und Methoden:
Bei einer intensiven Begehung des Geländes wurden Problemzonen identifiziert. Mit Hilfe von Forsteinrichtungsdaten, Standorts- und topografischen Karten und Untersuchungen zur Bodenbeschaffenheit sollen die Problemgebiete eingehender untersucht werden. Mit Unterstützung von GIS kann so ein einfaches Geländemodell mit Bachverlauf und einen längsverlaufenden Bodengradienten erstellt werden. Klima-Daten sollen einen Hintergrund für die Hochwässer und Änderungen bei Niederschlag, Schneeschmelze und Temperatur während der letzten zehn Jahre liefern.
Eine Literaturrecherche, hauptsächlich aus der Bergwaldforschung in vergleichbaren Gebieten, soll schließlich zusammen mit den eigenen Befunden und den Vorschlägen des Revierförsters mögliche Maßnahmen für den Hochwasserschutz und die Walderschließung im Einzugsgebiet liefern.
Die Masterarbeit wird in Kooperation mit dem städtischen Forstamt Freiburgs durchgeführt.

Laufzeit:
16. August 2004 - 17.Februar 2005
Projektleiter:
Prof. Dr. Werner Konold
Korreferent:  
Prof. Dr. Gero Becker
Bearbeitung:
Anneli Winter



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 20.11.12 kai