Rekultivierung von Deponien mit Oberflächenabdichtungen: Untersuchungen zur Gestaltung von Rekultivierungsschichten und Wurzelsperren am Beispiel der Kreismülldeponie Leonberg

Das Forschungsvorhaben befasst sich mit der Gestaltung der Rekultivierungsschicht als funktionalem Bestandteil im System der Deponie-Oberflächenabdichtungen gemäß TA Siedlungsabfall. Es verfolgt im wesentlichen zwei Ziele:

  • Erstes Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von praxistauglichen Rekultivierungsschichten, die folgende Anforderungen erfüllen:
    Das Gesamtsystem einschließlich Bewuchs muss bis zu einer definierten Böschungsneigung standsicher sein und die Rekultivierungsschicht muss bodenphysikalisch, -chemisch und -biologisch so beschaffen sein, dassPflanzen, insbesondere Gehölze, dauerhaft auf ihr zu wachsen vermögen.

  • Zweites Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Wurzelsperren, um die Dichtungskomponenten vor dem Einwachsen von Wurzeln zu schützen.

Das Vorhaben führt hierzu die unterschiedlichen fachlichen Anforderungen der Deponietechnik, Bodenmechanik, Vegetations-/Standortskunde und Hydrologie an Rekultivierungsschichten zusammen und entwickelt Verfahren, die für eine großtechnische Umsetzung geeignet sind. Dieser fachübergreifende Ansatz wird durch die Beteiligung von Institutionen der vorgenannten Fachrichtungen realisiert.

Im Frühjahr 2000 wurden auf der Versuchsanlage des Instituts für Landespflege Testfelder zur Erprobung von Wurzelsperren eingerichtet.

Nach einer Prüfung der in Frage kommenden Aufbauten konnte dann im Herbst 2000 auf der Mülldeponie Leonberg der Einbau qualifizierter Rekultivierungsschichten in zwei Großlysimeterfelder praktisch erprobt werden. In diesen mit identischem Substrat befüllten Lysimeterfeldern wird ein unverdichtet eingebauter Boden mit einem auf konventionelle Weise verdichtet aufgebrachten Boden verglichen. Seit Mitte 2001 werden der Wasserhaushalt und die Boden- und Vegetationsentwicklung sowie das Bodenleben der Rekultivierungsschichten untersucht und dokumentiert.


Weitere beteiligte Institutionen: Institut für Bodenmechanik und Felsmechanik (Uni Karlsruhe), Umweltwirtschaft GmbH (Stuttgart) und weitere

Laufzeit:
Oktober 1999 bis März 2002
Finanzierung:
Land Baden-Württemberg (Programm BW-PLUS) und Landkreis Böblingen
Bearbeitung:
Dr. Peter Wattendorf



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 14.07.04