Konzeption für das Arboretum Günterstal

Innerhalb der letzten 40 Jahre entstand im Wald rund um den Freiburger Stadtteil Günterstal auf 100 ha Fläche ein aus ca. 1300 verschiedenen Baum- und Straucharten bestehendes Arboretum. Dessen Besonderheit besteht darin, dass die fremdländischen Pflanzen möglichst in den vorhandenen Wald integriert werden sollten. Dadurch wurde das jährlich zur Verfügung stehende Pflanzmaterial aus den verschiedenen Nationen und Kontinenten regelmäßig dorthin gepflanzt wo durch Holzerntemaßnahmen oder sonstige forstbetriebliche Ereignisse gerade Platz war. So konnte keinerlei systematische (z. B. nach Familien) oder geographische (z. B. nach Ländern) Ordnung entstehen; es herrscht eine Gliederung nach Standortansprüchen und Expositionen vor.

Ziel der Diplomarbeit ist es, Vorschläge für thematische Schwerpunkte (z. B. Heilwirkungen von Pflanzen, Holznutzung etc.) im Arboretum zu machen. Für diese Schwerpunktthemen sollen Wege ausgewiesen und bestimmte Bäume ausgesucht werden. Zunächst wird eine Bestandsaufnahme des Untersuchungsgebiets erfolgen; dabei werden sowohl die Pflanzen als auch Waldbilder, Wege und vorhandene Beschilderung beschrieben.
Als nächstes erfolgt die Bewertung der Bestandsaufnahme. Hierbei sollen die Fragen "Welche Besucherzielgruppen sollen mit der Konzeption erreicht werden?" und " Welche Kriterien sollten Waldlehrpfade erfüllen?" behandelt werden.
Aufbauend auf den Ergebnissen aus den Bewertungen werden Verbesserungsvorschläge für die vorhandenen Wege gemacht und gegebenenfalls neue Wege entwickelt; außerdem werden verschiedene Medien erarbeitet, mit denen die Pflanzen des Arboretums den Besuchern näher gebracht werden könnten. Mit Hilfe der thematischen Schwerpunkte soll die Zahl der zu pflegenden Bäume und Sträucher im Bereich des Arboretums sinnvoll reduziert werden.

Da im Rahmen einer früheren Diplomarbeit viele Pflanzen des Arboretums mit GPS aufgenommen wurden, umfasst die Methodik der Bestandsaufnahme zum einen die Überprüfung und Berichtigung der in ArcView erstellten Karten. Außerdem fließen Ergebnisse aus Waldgängen und Gesprächen mit dem jetzigen und dem vorhergehenden Förster des Günterstäler Stadtwaldes in die Bestandsaufnahme ein.
Die Methodik für die Bewertung des Arboretums wird vor allem Literaturrecherche in den Bereichen Wahrnehmungspsychologie, Kultursoziologie, Naturpädagogik, Landschaftsinterpretation und Nutzungsgeschichte der im Arboretum vorkommenden Pflanzenarten sein.
Die Verbesserungsvorschläge sollen zum einen auf den Milieustudien aus der Kultursoziologie (u. a. von Schulz) und zum anderen auf den Kriterien der Landschaftsinterpretation beruhen.
Wenn es zeitlich möglich ist soll einer der konzipierten Wege am Ende der Diplomarbeit mit Baum- und Wegbeschreibungen ausgearbeitet werden.

Laufzeit:
Mai 2004 bis November 2004
Projektleiter:
Prof. Dr. Werner Konold
Korreferent:
PD Dr. Schmidt
Bearbeitung:
Angela Busch



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 14.02.05