Landschaftsbild und Tourismus – eine Analyse an den Beispielen der Biosphärenreservate Schwäbische Alb und Oberlausitz
Maria Carstens, Bachelorarbeit - 2010
Hintergrund:
Die Landschaft ist eine bedeutende Grundlage für die Attraktivität einer Region und somit auch für den Fremdenverkehr und wird oft als „Zentralressource“ für den Tourismus beschrieben. Der Tourismus wirbt mit dem Landschaftsbild einer Region, und dieses Bild lockt Erholungssuchende und Sportler an, die sich dann in der Natur aufhalten und diese aktiv erleben möchten. So entsteht im Tourismus eine Wertschöpfung, die auch der Landschaftspflege zu Gute kommen kann. Aber nicht alle Landschaftsbestandteile eignen sich für eine touristische Nutzung, und oft ist der Tourismus an manchen Landschaftstypen nicht interessiert, was den „grünen Tourismus“ zu einer heiklen Gratwanderung macht. Insbesondere in Biosphärenreservaten, die der Doppelrolle von Naturschutz und nachhaltiger Regionalentwicklung gerecht werden müssen, muss diese Gratwanderung von touristischer Nutzung und Landschaftserhaltung gemeistert werden.
Zielsetzung:
Deswegen zeigt die Arbeit an den Beispielen der Biosphärenreservate Schwäbische Alb und Oberlausitz, welche Landschaftsbestandteile dort touristisch genutzt und vermarktet werden und über welche Angebote diese Inwertsetzung erfolgt. Auf dieser Grundlage wird diskutiert, inwiefern sich Synergien zwischen Tourismus und Landschaftspflege und -erhaltung ergeben, wo aber auch Grenzen dieses Ansatzes liegen. Insbesondere wird beleuchtet, welche Landschaftselemente sich gut in eine touristische Nutzung einbinden lassen und welche Potentiale für eine nachhaltige touristische Nutzung in den Untersuchungsgebieten noch ungenutzt sind. Ebenfalls thematisiert werden die notwendigen Rahmenbedingungen, die eine synergetische Erfüllung der teils ambivalenten Aufgaben von Landschaftspflege und Tourismus ermöglichen.
Material und Methoden:
Die zu Grunde liegenden Daten wurden einerseits durch die Analyse von Informationsmaterialien (z.B. Prospekte und Internetauftritte) und andererseits durch Felderhebungen und Besichtigungen vor Ort gewonnen. Bei der Analyse von Prospekten wurde herausgearbeitet welche Landschaftselemente vermarktet und wie diese inszeniert und für den Tourismus instrumentalisiert werden. Bei den Erhebungen vor Ort wurden touristische Angebote wie Lehrpfade, Infozentren und Führungen getestet, prägende Landschaftsbestandteile besichtigt und Gespräche mit den Biosphärenreservatsverwaltungen geführt.
| Laufzeit: |
März - Juni 2010 |
| Betreuung: |
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| Koreferent: |
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| Bearbeitung: |
Maria Carstens |
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