Waldbauliche Empfehlungen für Fliessgewässerbegleitende Wälder in Mittelgebirgslagen

Die Diplomarbeit findet im Rahmen des Projektes "Optimierung wasserwirtschaftlicher und gewässerökologischer Belange in der Waldwirtschaft“ statt. In diesem Projekt, das durch das EU-INTERREG IIIA-Programm gefördert wird, arbeiten die FVA (Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg) und die elsässische Forstverwaltung ONF (Office National des Forêts) zusammen. Dieses Projekt trägt zur Verbesserung des Zustands der Fliessgewässer im Wald und zum Erreichen des Zieles der EU-WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) – des guten ökologischen Zustands – bei.

Ziel:

Diese Arbeit bezieht sich auf Waldbäche, in Mittelgebirgslagen (Schwarzwald und Vogesen) auf Granit und Buntsandstein. Vier Fallbeispiele aus dem Schwarzwald und aus den Vogesen werden beschrieben.
Das Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen Zustand dieser Fliessgewässer zu erfassen und danach Maßnahmen zu formulieren, wie dieser Zustand erhalten oder, wo Bedarf besteht, sogar verbessert werden kann.
Bei der Zustandserfassung spielt die Struktur der Waldbestände eine wichtige Rolle. Diese Struktur wird zuerst durch verbale Beschreibung der ganzen Strecke vorgenommen, um verschiedene Bestandestypen (nach Hauptbaumart, Struktur und anderen Umweltfaktoren wie Orographie, Geologie) zu bestimmen. Dann werden einige Bestände (je nach Bestandestyp) durch Inventuren tiefer untersucht.
Je nach Ausgangsbedingungen werden Leitbilder festgelegt (Waldbestandesstruktur und Zusammensetzung). Waldbauliche Empfehlungen mit akutem Handlungsbedarf werden dann aus dem Ist-Zustand und den festgelegten Zielen (Soll-Zustand) abgeleitet werden.
Alle Aspekte der Waldbewirtschaftung (Waldbau, Holzernte, ökologische und wirtschaftliche Aspekte) sollen, soweit möglich, in diesen waldbaulichen Empfehlungen berücksichtigt werden.

Untersuchungsgebiet:

Vier Waldbäche in Deutschland und Frankreich (insgesamt ca. 14 km Kartierstrecke)

  • Die Ehn und die Hasel in den elsässischen Vogesen(westlich von Strasbourg)
  • Der Kahlerbach bei Durbach (östlich von Offenburg)
  • Der Aiternbach bei Aitern (Südschwarzwald)

Diese Bäche werden zuerst verbal beschrieben werden, und in homogene Abschnitte eingeteilt. Die Waldbaulichen Empfehlungen gelten jeweils für bestimmte Abschnitte, die als Bewirtschaftungseinheit betrachtet werden können.

Untersuchungsmethoden:

  • Literaturstudium
  • Aufnahmen im Gelände: Waldbestandesstruktur (Winkelzählprobe als Stichprobenverfahren für Waldbestandsstruktur) und Zusammensetzung, Gewässerstruktur, Orographie, Topographie, Erschließung.
  • Verwendung von Forsteinrichtungsdaten
  • Befragung Revierförster.

 

Laufzeit:
November 2007 - Mai 2008
Projektleiter:
Prof. Dr. Werner Konold
Betreuer:
Dr. Regina Ostermann
Bearbeitung:
Pierre-Louis Dietz



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 09.01.08  rö