Fließgewässer im Wald. Gewässerstrukturgütekartierung in den elsässischen Vogesen - ein Methodenvergleich
Die Diplomarbeit ist Bestandteil einer deutsch-französischen Initiative
- der elsässischen Forstverwaltung ONF(OfficeNational des Forêts, Straßburg)
- und der FVA(Forstliche Versuchs- und ForschungsanstaltBaden‑Württemberg, Abt. Landespflege, Freiburg).
Die französische Forstverwaltung hat vor, in den kommenden Jahren die Strukturgüte aller Wald-Bäche in den elsässischen Vogesen zu erfassen und zu kartieren.
Unter Strukturgüte wird das ökologisch-morphologische Erscheinungsbild des Gewässers gemeint. Wesentliche Aspekte sind dabei u. a. :
- das Fließverhalten,
- die Form und das Material des Gewässerbettes und der Ufer,
- das Vorhandensein von Schadstrukturen, wie Durchlässe,
- sowie die Zusammensetzung der Vegetation am Ufer und im Gewässerumfeld.
In der Gewässerstrukturgütekartierung werden Bäche in Abschnitten unterschiedlicher ökologischer Qualität („naturnah“ bis „naturfern“) unterteilt. Einzelne Strukturen (insb. Schadstrukturen) können auch einzeln auf Karten dargestellt werden.
Ist die ökologische Qualität der Gewässerstrukturen einmal bekannt, so wird die Forstverwaltung ONF gezielt Maßnahmen ergreifen können, um die naturnahe Ausprägung verschiedener Bachabschnitte zu erhalten oder wiederherzustellen.
Ziel der Diplomarbeit ist es, eine Methode - unter den folgenden bereits entwickelten Verfahren - zu empfehlen, die sich in diesem Kontext für die Strukturgütekartierung am besten eignet :
- das „Système d’Evaluation de la Qualité (SEQ) - Physique“ der französischen Wasseragentur Rhein-Maas,
- das deutsche LAWA-Verfahren der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser,
- und schließlich die Einzelstruktur-Kartierung der FVA(eigens entwickelt für im Wald verlaufende Gewässer).
Diese 3 Methoden werden in der Diplomarbeit miteinander verglichen, indem dieselben Gewässerstrecken dreimal mit den verschiedenen Verfahren kartiert werden. Die jeweiligen Methoden werden dann auf ihre Anwendungsmöglichkeit und ihren Einsatz in der forstlichen Praxis überprüft.
Untersuchungsgebiet :
Vorerst 2 Waldbäche der elsässischen Vogesen („Belchenseebach“ bei Guebwiller und „Muesbach“ bei Ribeauvillé, insgesamt ca. 8 km Kartier-Strecke).
Die Vergleichs-Kartierung wird wahrscheinlich noch an weiteren Gewässerläufen der Vogesen geführt werden müssen.
| Laufzeit: |
Nov. 2004 - Mai 2005
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| Projektleiter: |
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Korreferent: Prof.
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Gérard Falconnet, ENGREF Nancy
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| Betreuer: |
Gerhard Schaber-Schoor (FVA) |
Pierre Geldreich u. Emmanuelle Lonjaret (ONF)
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| Bearbeitung: |
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