Offenhaltung einer Landschaft durch Wildtiere - am Beispiel von
Elchen in einem naturnahen Gehege
Im Rahmen des Forschungsverbundes Offenland werden wissenschaftliche
Grundlagen und Konzepte für das Management auf ehemaligen Truppenübungsplätzen
im pleistozänen Flachland Nordostdeutschlands erarbeitet.
Der Truppenübungsplatz (TÜP) Dauban des Biosphärenreservates
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaften gehört zum Untersuchungsgebiet
des Forschungsverbundes Offenland.
Er befindet sich in der Schutzzone II. Diese sogenannten Pflegezone
ist gekennzeichnet durch aus anthropogener Nutzung entstandenen oder
beeinflussten Flächen.
Die Fläche des TÜP zeichnet sich durch besonderen Strukturreichtum
aus: Kleingewässer, Feuchtbiotope, nährstoffarme Heide-
und Sandflächen kommen auf kleinstem Raum nebeneinander vor.
Daher bietet der TÜP unterschiedlichste Standorte für viele
seltene und gefährdete (rote Liste) Arten, die auf die Offenhaltung
der Flächen angewiesen sind.
Aus diesem Grund werden verschiedene Konzepte getestet, die möglichst
effizient dazu beitragen sollen die fortschreitende Sukzession zu
unterbinden.
Auf räumlich getrennten Versuchsflächen wird jeweils der
Einfluss der Beweidung durch Ziegen, Schafe und Elche untersucht,
um ein angepasstes Nutzungskonzept für das Gebiet zu entwickeln.Die
drei Elche (ein Elchbulle und zwei Elchkühe) sind z.Zt. noch
in einem, etwa 19 ha großen sogenannten Eingewöhnungsgehege
auf dem Panzerschiessplatz des TÜP.
Die Diplomarbeit beschränkt sich auf die Untersuchung des
Einflusses der Elche auf den Boden und die Baum- und Strauchschicht
des Eingewöhnungsgeheges.
Die Boden- und Vegetationsaufnahmen erfolgen sowohl in dem Eingewöhnungsgehege,
als auch auf einer unmittelbar angrenzenden, von Elchen unbeweideten
Vergleichsfläche.
Sie liegt in dem endgültigen, etwa 150 ha großen Elchgatter
und enthält annähernd die gleichen Biotoptypen.
Die Ergebnisse der Diplomarbeit sollen letztendlich einen Beitrag
zur Beurteilung der Effizienz der Elche bei der Offenhaltung des
Truppenübungsplatzes Dauban leisten.
| Laufzeit: |
16.11.2002 - 16.05.2002
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| Projektleiter: |
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Korreferent: Prof.
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Prof. Dr. Dieter Pelz
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| Betreuer: |
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| Bearbeitung: |
Julia Dordel
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