Methode zur Erfassung von Raufußkauz (Aegolius funereus) und Waldkauz (Strix aluco) im Natura2000 - Gebiet Südschwarzwald

Untersuchungsgebiet:

Die Untersuchungen finden in drei Gebieten im Schwarzwald statt. Ein Untersuchungsgebiet befindet sich auf der Westseite des Schwarzwaldes bei Todtmoos, ein weiteres am Schluchsee und das dritte Untersuchungsgebiet auf der Ostabdachung des Schwarzwaldes bei Friedenweiler.

Problem/Ziel/Inhalt:

Methodenüberprüfung

Die von der LfU Baden-Württemberg im Entwurf des Handbuches zur Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen beschriebene Methode zur Erfassung und zum Monitoring von Raufußkäuzen soll überprüft werden. Entscheidend ist hierbei die Frage, ob die Raufußkauzbestände richtig eingeschätzt werden und nicht ggf. eine Fehleinschätzung des Brutbestandes stattfindet.

Analyse von Habitatstrukturen und Eulenvorkommen

Um eine Vorauswahl von geeigneten Bruthabitaten des Raufußkauz und des Waldkauzes zu treffen, sollen digitale Orthophotos auf notwendige Waldstrukturen hin analysiert werden (Altbestände mit Bruthöhlen, Freiflächen zur Jagd, Tageseinstände). Innerhalb von durch Raufußkauz bzw. Waldkauz besetzten Revieren sollen weitere Strukturparameter aufgenommen und analysiert werden. Diese Form der Habitatanalyse wird durch GIS gestützt. Die Analyse der Waldstrukturen soll die Entwicklung von einer langfristigen und großflächigen Monitoring-Methode im Naturpark Südschwarzwald unterstützen.

Untersuchungsmethoden:

Sowohl zur Methodenüberprüfung, als auch zur Analyse von Habitatstrukturen und Eulenvorkommen müssen die Vorkommen von Raufußkauz und Waldkauz in den Untersuchungsgebieten erhoben werden. Auf zwei Probeflächen innerhalb des Vogelschutzgebiets (VSG) Südschwarzwald und einer weiteren im VSG Südl. Ostschwarzwald sollen die Vorkommen von Raufußkauz und Waldkauz durch eine Revierkartierung möglichst vollständig erfasst werden. Die Begehungen finden ausschließlich nachts statt und werden auch mit Hilfe von Klangattrappen durchgeführt.

Die Habitatstrukturen werden auf Transekten, welche die besetzten Kauzreviere durchziehen, aufgenommen. An Punkten auf dem Transekt (alle 50m) wird die vertikale Vegetationsstruktur erhoben. Es werden Erkenntnisse gewonnen über die Nahrungserreichbarkeit (Bodenvegetation), den Boden nahen Flugraum und dem Kronendach. Des Weiteren wird an den Punkten jeweils eine Winkelzählprobe durchgeführt.

Laufzeit:
21.11.2004 - 21.05.2005
Projektleiter:
Prof. Dr. Werner Konold
Korreferent: Prof. 
Prof. Dr. Ilse Storch
Betreuer:
Christoph Purschke
Bearbeitung:
Martin Koch



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 14.02.05