Funktionen des Waldes einst und heute -Waldgewerbe, Holz-nutzung und Waldentwicklung im Münstertal / Schwarzwald

Untersuchungsgebiet:
Münstertal (Schwarzwald). Das Münstertal liegt etwa 15 km südlich von Freiburg an der West-seite des Schauinslands.

Inhalt:
Die Besiedlung des Münstertals fand bereits im 9. Jahrhundert statt. Im Zuge der Urbanisierung und wirtschaftlichen Erschließung veränderten sich der Zustand sowie die Baumarten-zusammensetzung der Wälder im Münstertal. Dabei waren die Nutzungsansprüche an den Wald, in Abhängigkeit von der kultur-historischen und wirtschaftlichen Entwicklung, einem steten Wandel unterzogen. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts stellte Holz den wichtigsten Energieträger dar. Als holzzehrende Gewerbe jener Zeit haben insbesondere der Bergbau, die Glasherstellung und die Köhlerei die Wälder stark in Mitleidenschaft gezogen. Aber auch die Deckung des "Hausbedarfs" an Brenn- und Bauholz der Bevölkerung und von zahlreichen Gewerben haben einen nicht unerheblichen Anteil an der Devastierung der Wälder gehabt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts trat vor allem der enorme Holzbedarf der Festung Breisach, der unter anderem aus den Münstertaler Wäldern gedeckt werden sollte, auf den Tagesplan. Zum Wohle der vorderösterreichischen Lande und des Hauses Habsburg sollten bis zur Demolierung der Festung enorme Holzmengen abverlangt werden.

Ziele:
Im Zuge dieser Arbeit sollen die Auswirkungen der verschiedenen Waldnutzungen auf die Entwicklung und den Zustand der Wälder dargestellt werden. Dabei haben bestimmte Nutzungen zu einer selektiven Baumartenförderung beigetragen. Als weiteres Anliegen soll versucht werden, den Holzvorrat und -verbrauch in verschiedenen Zeitepochen bilanziert darzustellen.

Untersuchungsmethoden:
Mittels historischer Landschaftsanalyse werden ehemalige Wald- und Holznutzungen und ihre Entwicklung rekonstruiert. Diese Informationen sollen durch Auswertung von Sekundärliteratur, historisch-statistische Landesbeschreibungen und dem Regesten-buch des ehemaligen Klosters St. Trudpert zusammen getragen werden.

Laufzeit:
18.11.2003 - 19.05.2004
Projektleiter:
Prof. Dr. Werner Konold
Korreferent:
NN
Bearbeitung:
Felipe Ruiz Lorbacher



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 06.04.04