Kann eine Energieholznutzung zu einer effizienten Pflege von Weidfeldern beitragen?
Problemstellung:
Gegenstand der Untersuchung sind die Allmendweiden der Gemeinde Bernau im südlichen Hochschwarzwald. Diese unter jahrhundertelanger extensiver Beweidung entstandenen Magerweiden stellen einen wichtigen Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten dar, und sind nicht zuletzt auch unter kulturhistorischen und landschaftsästhetischen Gesichtspunkten als absolut schützenswert anzusehen. Diese in Deutschland einzigartigen Landschaftselemente sind jedoch durch Nutzungsintensivierung, Nutzungsaufgabe und daraus resultierender Sukzession, sowie durch Aufforstungen bedroht und in Abnahme begriffen. Eine Nutzung des Gehölzaufwuchses ist aus Gründen der Holzqualität defizitär. In Bernau ist man daher dazu übergegangen den Gehölzaufwuchs energetisch in Form von Hackschnitzeln zur regionalen Vermarktung zu nutzen. Diese Art der Nutzung soll im Rahmen dieser Untersuchung aus Sicht des Naturschutzes beleuchtet werden. Diese Arbeit ist Teil des Gesamtprojektes „Energieholzprojekt Hochschwarzwald – Breisgauer Bucht“ das zur Zeit in Kooperation zwischen dem Institut für Forstbenutzung und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) läuft.
Untersuchungsmethoden:
Mit Hilfe von Luftbildern soll der zeitliche und flächenmäßige Verlust an Weideflächen durch natürliche Sukzession und Aufforstungen analysiert und dargestellt werden. Dabei stehen Luftbildzeitreihen seit den sechziger Jahre aus einem ausgewählten Landschaftsausschnitt zur Verfügung. Die Analyse erfolgt über die Einschätzung des Überschirmungsgrades im Luftbild, sowie dessen Veränderung im Laufe der letzten dreißig Jahre. In einer Geländeaufnahme werden die Holzmengen auf Flächen mit unterschiedlichen Bestockungsgraden gemessen und quantifiziert. Resultierend aus diesen Ergebnissen soll eine Potentialanalyse zur Nutzung des Gehölzaufwuchses zur Energieholzgewinnung erstellt werden. Unter Einbeziehung einer Literaturauswertung zum Lebensraumkomplex der Weidfelder, Naturschutzwert sowie notwendiger Pflegemaßnahmen derselben, wird eine Bewertung dieser Nutzungsart und deren Auswirkungen unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten erarbeitet.
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Mai 2005 bis November 2005
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| Projektleiter: |
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Korreferent:
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Prof. Dr. Gero Becker
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| Bearbeitung: |
Frieder Seidl
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