Eignung der Hauptbaumarten im Pfälzerwald bei einem prognostischen Szenario der Klimaveränderung

Stefan Stängle, Bachelorarbeit - 2009


Zusammenfassung (English summary below)

Die globale Klimaveränderung wird höhere Temperaturen und veränderte Niederschlagsregimes zur Folge haben. Für Bäume sind in Deutschland die größten Gefahren die erhöhte Gefahr des Spätfrostes durch früheren Austrieb im Jahr und der Hitze- und Trockenstress im Sommer. Es stellt sich die Frage, inwiefern sich dies auf die Eignung der Hauptbaumarten im Pfälzerwald auswirken wird.

Mit Hilfe von Klimaprojektionen wurden die Veränderungen der Wasserhaushaltsstufen in einem Untersuchungsgebiet (UG) im mittleren Pfälzerwald berechnet und mit einem Geoinformationssystem (GIS) analysiert. Die Klimaartenmatrix (KLAM-Wald) von Roloff & Grundmann (2008) bietet Informationen über die Eignung verschiedener Baumarten auf unterschiedlich frischen Standorten. Mit dieser Matrix konnten den Flächen Werte für die Eignung der jeweiligen Hauptbaumart und für die theoretische Eignung beliebiger anderer Baumarten zugewiesen werden.

Unter Annahme der gängigen Emissions-Szenarien wird eine generelle Verschiebung der Wasserhaushaltsstufen hin zu trockeneren Bodenwasserverhältnissen projiziert. Dies kommt den meisten Baumarten zu Gute. Untersucht wurden die sechs häufigsten Hauptbaumarten im UG. Dabei ergaben sich unter Annahme des Emissions-Szenarios A1B für die Zeiträume 2021-2050 und 2071-2100 für Buche, Kiefer, Traubeneiche, Douglasie und Lärche bessere Eignungswerte als in der Referenzperiode (1961-1990). Nur die Fichte wird schlechter geeignet sein. Der Vergleich mit Klimahüllen offenbarte zwar scheinbar ähnliche Ergebnisse, ist aber in Frage zu stellen, da die Methoden unterschiedlichen Einflussfaktoren unterliegen. Eine Aussage über die Eignung der Baumarten auf Bestandsniveau ist mit den angewandten Methoden nicht zufriedenstellend genau zu treffen. Risikobereiche und generelle Tendenzen auf größerer Fläche können aber ausgemacht werden.

 

Summary

The suitability of the main tree species in the Palatine Forest considering a scenario of climate change

Stefan Stängle, BSc thesis - 2009


The global climate change will cause higher temperatures and different precipitation regimes. The greatest danger for trees in Germany will be the increased danger of late frosts caused by the earlier shooting and the heat- and drought-stress in summer. The question is how this will influence the suitability of the main tree species in the Palatine Forest.

Under the use of climate projections changes in the water balance levels in an investigation area in the middle Palatine Forest were calculated and analyzed with a geographical information system (GIS). The ‘Klimaartenmatrix’ (KLAM-Wald) by Roloff & Grundmann (2008) supplies information about the suitability of several tree species on sites with a different water supply. With this matrix values for the suitability of the particular main tree species or any other tree species could be assigned to each plot.

Assuming the current emission-scenarios a general moving of the water balance levels to more drier soil is projected. This is to the benefit of most of the tree species. The survey includes the six most frequent main tree species in the investigation area. For the emission-Scenario A1B in the periods 2021-2050 and 2071-2100 the values for European beech, Scotch pine, Sessile oak, Douglas-fir and the European larch were better than in the reference period (1961-1990). Just the Norway spruce will be worse suitable. A comparison with the ‘Klimahüllen’ revealed apparent similar results but is to question as the two methods are subjected to different factors. A statement on the suitability of the tree species in a forest stand can’t be made with the applied methods satisfactory accurate. But risk zones and general trends in larger areas can be detected.



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 01.02.10