Bestockte Weiden im Schweizer Jura und im Südschwarzwald:
eine vergleichende Darstellung


Die bestockten Weiden, in der Schweiz besser unter der Bezeichnung Wytweiden bzw. pâturages boisés bekannt, prägen weite Landschaften des Schweizer Juras. Sie sind entstanden durch Rodung der Wälder und jahrhundertelang praktizierte Waldweide. Im Gegensatz zu den negativen Aspekten, die die Waldweide unwillkürlich mit sich bringt, halten Land- und Forstwirtschaft im Jura das Gleichgewicht zwischen Wald und Weide und so haben sich die Wytweiden bis heute erhalten können. Doch sowohl der Strukturwandel in der Landwirtschaft, wie auch die sinkenden Holzpreise der letzten Jahre bringen die Wytweiden in Gefahr.

Die Weidewirtschaft hat auch im Südschwarzwald, wo die Bedingungen für Ackerbau schlecht sind, ein lange Tradition. Durch die besondere Form der Allmendewirtschaft wechselten auf den "wilden Feld" Über- und Unterbeweidung ab und so fand man auch auf den Schwarzwälder Weiden Bestockungen. Von Einzelbäumen bis zu kleinen Waldschachen gab es einen gleitenden Übergang zwischen Weide und geschlossenem Wald. Auch die Weidbuchen sind Zeugen Bewirtschaftungsweise wie sie heute nicht mehr praktiziert wird. Im Unterschied zu der Schweiz änderte sich jedoch dieser Zustand mit dem Verbot der Waldweide. Trennung von Wald und Weide hieß das Lösungswort.

Untersucht werden soll die Entwicklung der bestockten Weiden in den beiden Gebieten im Laufe der Zeit, die Besitzverhältnisse und Bewirtschaftungsweisen, die Probleme derartiger agroforstwirtschaftlich genutzter Flächen, sowie die Zukunftsperspektiven solcher Elemente unserer Kulturlandschaften.

Kooperationspartner: Antenne romande der WSL, Lausanne
Laufzeit:
19. Mai bis 19. November 2003
Projektleiter:
Prof. Dr. Werner Konold
Korreferent: Prof. 
Prof. Dr. Uwe Schmidt 
Betreuer Lausanne:
Dr. Vincent Barbezat
Bearbeitung:
Michèle Thinnes



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 22.07.03