Eulen und Spechte als Indikatoren für eine naturnahe Waldbewirtschaftung
(Vögel als Indikatoren in Natura2000- Waldgebieten)
Die Erarbeitung eines naturschutzfachlichen Bewertungsverfahrens
zu charakteristischen Vogelarten in Wäldern ist das Ziel des
laufenden Projektes. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den waldtypischen
Arten der
Vogelschutzrichtlinie aus der Artengruppe der Spechte (Piciformes)
und Eulen (Strigidae) gewidmet. In Waldkomplexen werden Brutzeitvorkommen
mit den dazugehörigen Habitatstrukturen kartiert.
Die Bearbeitung sowohl des Monitorings auf größeren
Flächen im Bereich des
Naturparks Südschwarzwald als auch die Verbindung zu den
spezifischen Lebensräumen der untersuchten Arten sind Gegenstand
der Untersuchung. Der weiter gehende Ansatz verfolgt dabei das Ziel,
die gewonnenen Erkenntnisse für die Erhaltung der Habitate
einzusetzen und damit dem Schutz anspruchsvoller repräsentativer
Vogelarten in geeigneter Form als Empfehlungen zur pfleglichen waldbaulichen
Nutzung zu dienen. Das Modellprojekt vereinigt klassische, auf die
untersuchten Arten speziell angepasste Erhebungsmethoden und eine
Erfassung der Lebensraumstrukturen mit den erweiterten Möglichkeiten
der räumlichen Strukturauswertung in einem GIS.
Die funktionalen Beziehungen wie die Konnektivität über
Forstbezirksgrenzen hinweg, die Fragmentierung und die Ausweisung
strukturell homogener Flächen unterschiedlicher Größe
(d.h. unabhängig von forstlichen Bewirtschaftungseinheiten)
oder die Fragmentierung wird durch gesonderte Aufnahme erfasst.
Die lebensnotwendigen Requisiten werden weder in Forsteinrichtungswerken
noch in der Waldbiotopkartierung berücksichtigt, werden hier
aber gezielt einbezogen.
Als konkrete Sicherung der Untersuchung werden Ableitungen von
Bewirtschaftungsvorschlägen zur Förderung der ausgewählten
Vogelarten aus Anhang I (Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG) unter besonderer Beachtung
der EU-Richtlinie Schutzkonzept
NATURA 2000 (92/43/EWG) eingebracht.
Weitere Informationen zu den Vogelarten finden Sie hier.
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