Analyse historischer Hochwasser im Einzugsgebiet des Neckars

Im Rahmen der BMBF-Förderaktivität "Risikomanagement extremer Hochwasser" werden in Kooperation mit dem Institut für Physische Geographie sowie dem Meteorologischen Institut der Universität Freiburg Auftreten, Verlauf und Auswirkung historischer Hochwasserereignisse im Einzugsgebiet des Neckars analysiert. Die mit Hilfe von geschichts- und naturwissenschaftlichen Methoden erhobenen Daten fließen unter anderem in Hochwassergefahrenkarten sowie in weitere Hochwasserschutzmaßnahmen ein.

Bei der Entstehung von Hochwassern spielen neben den klimatischen Ausgangsbedingungen (Niederschlag und Lufttemperatur) auch der Zustand des Einzugsgebietes (Relief und Landnutzung) und der Gewässer eine entscheidende Rolle. Daher kommt der Frage, inwieweit historische Landschaftszustände und die flussbauliche Umgestaltung der Gewässer Auftreten und Verlauf von Hochwassern beeinflussten, ein besonderes Interesse zu. Zur Lösung dieser Frage werden in diesem Teilprojekt flussbauliche Maßnahmen und der Wandel der Landnutzung in den Flussauen raum-zeitlich für das Einzugsgebiet des Neckars rekonstruiert.

Zur Anwendung kommen verschiedene und aufeinander aufbauende Vorgehensweisen. In einem ersten Schritt werden für den Neckar und ausgesuchte Nebenflüsse flussbauliche Eingriffe durch eine historische Landschaftsanalyse rekonstruiert. Parallel dazu wird in den Archiven von Baden-Württemberg nach historischen Flussbauplänen recherchiert, um daraus Quer- und Längsprofile vom Neckar und seinen Nebenflüssen zu rekonstruieren. Anhand dieser Ergebnisse werden in einem nächsten Schritt die historische Hochwasserabflüsse ausgewählter Hochwasser quantitativ bestimmt. Die Hochwasserabflüsse werden sowohl durch zeitgenössische Formeln zur Berechnung der Abflüsse als auch mittels moderner eindimensionaler hydraulischer Modelle bestimmt.

 

Projektbearbeitung:
Korinna Thiem
Leitung:
Prof. Dr. Rüdiger Glaser (Institut für Physische Geographie, Uni Freiburg)

Prof. Dr. Werner Konold

Laufzeit:

Juli 2005 - Dezember 2007

 

Finanzierung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

 



 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 17.05.11   bie