KLIBB - Auswirkungen des Klimawandels auf Biotope Baden-Württembergs
Teilforschungsprojekt des Forschungsprogramms
Herausforderung Klimawandel
Das Forschungsvorhaben Auswirkungen des Klimawandels
auf Biotope Baden-Württembergs entwickelt
mit Hilfe von Modellrechnungen Szenarien zu den Auswirkungen des
Klimawandels auf die Standortseigenschaften ausgewählter Biotope.
Hierbei steht der Bodenwasserhaushalt im Mittelpunkt der Betrachtung.
Ziele
Die Ziele des Projektes sind:
- Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bodenwasserhaushalt
sollen beispielhaft für ausgewählte Untersuchungsgebiete
abgeschätzt werden.
- Aus den Wasserhaushaltsänderungen sollen Aussagen über
den Wandel weiterer Bodeneigenschaften und die zukünftige
Vegetationsentwicklung sowie die hieraus erwachsenden Konsequenzen
für den Naturhaushalt abgeleitet werden.
Hintergrund
Klimatologen und Meteorologen prognostizieren allgemein höhere
Temperaturen und ein verändertes Niederschlagsregime im Zuge
des anthropogen initiierten Klimawandels. Inzwischen liegen für
Baden-Württemberg regionalisierte Projektionen über die
Klimaveränderungen aus dem KLIWA-Projekt
vor.
Der Bodenwasserhaushalt ist ein wichtiger Standortfaktor und beeinflusst
die Lebensmöglichkeiten der Pflanzen entscheidend. Es ist zu
erwarten, dass der Klimawandel unterschiedlich stark auf den Bodenwasserhaushalt
von Standorten einwirkt. Vermutlich werden Biotope mit eher ausgeglichenem
Wasserhaushalt, beispielsweise auf tiefgründigen Böden
und in niederschlagsreichen Gebieten, weniger betroffen sein. Im
Gegensatz dazu sind in flachgründigen Biotopen ohne Grundwassereinfluss
oder Feuchtgebieten mit kleinem Einzugsgebiet ohne Fließgewässeranbindung
tiefer greifende Veränderungen wahrscheinlich. Außerdem
sind ausgeprägte regionale Unterschiede zu erwarten.
Meteorologen können für ihre Klimaprognosen auf langjährige
Datenreihen von vielen übers Land verteilten Wetterstationen
zurückgreifen. Solche Daten gibt es für den Bodenwasserhaushalt
unterschiedlicher Standorte nicht. Um dieses Manko auszugleichen,
können jedoch mit Hilfe von Wasserhaushaltsmodellen entsprechende
Werte, wie zum Beispiel Bodenwassergehalte in unterschiedlichen
Tiefenstufen, als Grundlage für die Prognosen berechnet werden.
Forschungsansatz
Mit Hilfe von Wasserhaushaltsmodellen sollen klimabedingte Veränderungen
der Standorteigenschaften für repräsentative Biotope unterschiedlicher
Feuchte-Ausprägung in verschiedenen Regionen Baden-Württembergs
quantifizierbar gemacht werden. Hierzu werden aus Wetterdaten der
Jahre 1980 bis 2005 und realen Boden- und Vegetationsdaten die rezenten
Standorteigenschaften (Ist-Zustand) mit Wasserhaushaltsmodellen
berechnet und den zukünftigen Standorteigenschaften, die auf
Grundlage der Klimaprojektionen modelliert werden, gegenübergestellt.
Untersuchungsgebiete
Es wurden zehn grundwasserferne und zwei grundwasserbeeinflusste
Untersuchungsgebiete
beispielhaft für Baden-Württemberg ausgewählt.

Auch mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Ufervegetation
des Bodensees sollen betrachtet werden.
Wasserhaushaltsmodellierungen
Die Wasserhaushaltsmodellierungen werden in zwei Arbeitsschritten
durchgeführt:
- Bei der Modellierung des Ist-Zustandes wird der Wasserhaushalt
der Standorte für den Zeitraum 1980 bis 2005 berechnet.
In die Modellierung gehen hierbei reale Boden- und Vegetationseigenschaften
eines oder mehrerer Standorte in den Untersuchungsgebieten ein.
Diese Grundlagendaten wurden im Juni/Juli 2007 erhoben. Weiterhin
werden Wetterdaten als Tageswerte von nahegelegenen DWD-Stationen
für die Berechnungen benötigt. Der lange Betrachtungszeitraum
von über 20 Jahren ist notwendig, um die Bandbreite der natürlichen
Variabilität der Wetterelemente (Niederschlag, Temperatur,
Strahlung, Windgeschwindigkeit, Luftfeuchte) hinreichend zu berücksichtigen.
- Für den zweiten Arbeitsschritt, die Modellierung von
Zukunftsszenarien des Wasserhaushalts, werden die Klimadaten
entsprechend der prognostizierten regionalisierten Trends des
Klimawandels verändert. Diese "angepassten" Klimadaten
sind die Eingangswerte für die zweite Modellrechnung. Da
die klimatologischen Modellrechnungen noch nicht für alle
Wetterelemente -zum Beispiel für die Niederschlagsverteilung-
eindeutige Projektionen erlauben, werden bei der Modellierung
des Wasserhaushalts Zukunftsszenarien mit unterschiedlichen Eingangsparametern
entwickelt.
Mit Hilfe der zeitlich (Tageswerte) und räumlich hoch auflösenden
Wasserhaushaltsmodelle können so mögliche Veränderungen
der Rahmenbedingungen durch das Klima (Niederschlag, Temperatur)
auf den Wasserhaushalt der Standorte "übertragen"
werden. Sie werden somit einerseits besser fassbar und verständlich,
andererseits quantifizierbar.
Ergebnisse
Bisher sind noch keine Ergebnisse publiziert.
Mitarbeit
Bachelorarbeiten (Literaturstudien):
"Auswirkungen
von Wasserhaushaltsänderungen auf Niedermoore / Erlenbrüche
/ mageres Grünlandes "
Finanziert durch
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Umweltministerium
Baden-Württemberg
Forschungsprogramm
Herausforderung Klimawandel
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Auftraggeber
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Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz
Baden-Württemberg
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Laufzeit:
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Oktober 2006 bis Februar 2009
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Finanzierung:
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Land Baden-Württemberg
Umweltministerium
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Leitung:
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Koordination:
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Bearbeitung:
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Dr. Peter Wattendorf
Dr.Otto Ehrmann
Dipl.-Hyd. Jörg Niederberger
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Links
Forschungsprogramm Herausforderung Klimawandel
Pressemitteilung
Umweltministerium
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