Populationsbiologische Untersuchungen an Laufkäfern in einer
Höhle in Kärnten
Im Rahmen einer Langzeituntersuchung werden Aspekte der Populationsdynamik
und Evolutionsbiologie eines microphthalmen (= mit rückgebildeten
Augen) Höhlenkäfers Laemostenus schreibersi (Coleoptera,
Carabidae) untersucht. In der Zeitspanne von 1985-1998 (während
17 Fangperioden) wurden diese Tiere in einer Höhle bei Warmbad
Villach/Kärnten in beköderten Bodenfallen gefangen und
individuell markiert. Anhand der Fang- und Wiederfang-Methode
konnten die Populationsgröße geschätzt und die Bewegungsmuster
innerhalb der Höhle genau erfaßt sowie zahlreiche weitere
populationsökologische Parameter untersucht werden. Anhand
der vielen Wiederfänge konnten genaue Aussagen über das
Alter und die Lebenserwartung der Tiere gemacht werden. Manche Individuen
erreichten das bemerkenswerte Alter von 8 Jahren. Langlebigkeit
wurde auch bei anderen Laufkäfern nachgewiesen, aber ein so
extrem langes Überleben wie bei Laemostenus schreibersi wurde
bisher noch nie beobachtet. Langlebigkeit könnte einer der
Faktoren sein, der die Populationsgröße stabilisiert
(Zuwanderungen aus dem Spaltensystem scheinen weniger bedeutend
zu sein).
| Laufzeit: |
1985-1998 |
| Finanzierung: |
Magistrat der Stadt Villach,
Kärntner Landesregierung - Abt. Landesplanung, Sponsoren
und Eigenmittel
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| Bearbeitung: |
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