Forschungsverbund OFFENLAND:
Management auf Truppenübungsplätzen im pleistozänen Flachland Nordostdeutschlands - Naturschutzfachliche Grundlagen und praktische Umsetzung

Ziel des Forschungsverbundes ist, wissenschaftliche Grundlagen und Konzepte zu erarbeiten, mit deren Hilfe wertvolle Offenlandschaften in der Kulturlandschaft Mitteleuropas erhalten, gestaltet und entwickelt werden können. Stillgelegte Truppenübungsplätze bieten Lebensraum für selten gewordene und speziell angepaßte Tiere und Pflanzen. Als Agentien der Offenhaltung werden mechanische Bodenentblößung, Feuer, verschiedene Haustierrassen und Wildtiere eingesetzt und in ihrer Wirksamkeit mit der freien Sukzession verglichen. Indikatoren für den Erfolg der eingesetzten Maßnahmen
sind die Effizienz der Offenhaltung, ihre Auswirkungen auf Habitatstrukturen wie Bodenmikrorelief und Vegetationsstruktur sowie auf die Populationsdynamik ausgewählter Tierarten. Zur naturschutzfachlichen Erfolgskontrolle in Bezug auf die durchgeführten Managementmaßnahmen sowie zur Ermittlung des langfristigen Handlungsbedarfes werden wertgebende Parameter aus den Naturschutzrahmenzielen "Naturnähe" (bei unterschiedlichem Hemerobiegrad der Flächen und der eingesetzten Maßnahmen) und "Biodiversität" (differenziert nach Gesamtartenzahlen, Anwesenheit und Populationsdynamik erwünschter Leit- und Zielartengruppen) abgeleitet. Daneben werden überregionale Parameter wie "Eignung für landesweite Schutzgebietssysteme" oder "Regionaltypische Repräsentativität" geprüft.

Das Institut für Landespflege ist am Teilprojekt drei des Forschungsverbundes beteiligt. Untersuchungsobjekt dieses Teilprojektes ist ein aufgegebener Panzerschießplatz. Außerdem ist das Institut an der Arbeitsgemeinschaft Vegetation innerhalb des Projektverbundes engagiert.




 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Aktualisiert: 20.11.12