Elchkuh Finja stirbt vor Weihnachten
Grund: Zufütterung durch Besucher
(05.12.01) Einer der beiden Jungelche, die erst kürzlich im
Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
ihren Einstand als Landschaftspfleger für das Offenland-Projekt
gegeben haben, ist verendet.
Finja, das junge Weibchen, ist am 5. Dezember nicht mehr aus einer
Narkose erwacht, in die sie zum Anlegen eines Halsbandes geschickt
worden war. Laut Bericht der Landesuntersuchungsanstalt für
das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsens litt die Elchkuh
an einer Herzbeutelwassersucht, einer Pansenazidose (Magenübersäuerung)
und einer Nierenentzündung. Für diese Krankheiten gab
es unmittelbar vor der Narkose keine Anzeichen. Sie bewirkten aber
eine Schwächung des Kreislaufes, die schließlich in der
Narkose zu einem Herzversagen führten. Als Hauptgrund wird
in dem Bericht die Pansenazidose genannt, die durch eine falsche
Fütterung entsteht. Da von Seiten der Tierpfleger keine wesentliche
Veränderung der Nahrungszusammenstellung im Vergleich zu Finjas
Zooernährung erfolgte, muss von einer unsachgemäßen
Zufütterung durch die zahlreichen Besucher (bis zu 200 an einem
Wochenendtag) ausgegangen werden. Äpfel und Apfelsinenschalen,
die im Gehege gefunden wurden, sind ein deutliches Zeichen dafür.
Inzwischen wurde in Skandinavien ein Ersatztier gefunden, das vermutlich
in wenigen Wochen eintreffen wird.
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