Forschungspreis für Wissenschaftlerin des Instituts für
Landespflege
Dr. Tatjana Reeg erhält Lennart-Bernadotte Preis für Landespflege 2011
Frau Dr. Tatjana Reeg erhielt am Samstag, 22.10.11, den Lennart-Bernadotte-Preis für Landespflege für ihre Dissertation "Moderne Agroforstsysteme mit Wertholzbäumen als neue Option der Landnutzung in Deutschland: Naturschutz, Landschaftsbild und Akzeptanz" von der Vorsitzenden der Lennart-Bernadotte-Stiftung, Frau Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schipanski, überreicht. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der Insel Mainau vor zahlreichen Gästen statt. Die Dissertation war 2010 an der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften eingereicht und am Institut für Landespflege angefertigt worden.
Im Bild von links nach rechts: Dr. Tatjana Reeg, Prof. Dagmar Schipanski, Graf Björn Bernadotte, Cornelia Schmidt (Preisträgerin der Sonja-Bernadotte-Medaillie für Gartenkultur 2011)
In der Würdigung heißt es: Die Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag zu einer modernen Möglichkeit der Landnutzung in Deutschland. Die Verfasserin gibt mit dieser Arbeit sowie mit zahlreichen weiteren Veröffentlichungen neue wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar an die Land- und Forstwirte weiter. Die Kombination von Landwirtschaft und Gehölzen auf der gleichen Fläche in Form so genannter Agroforstsysteme ist überall auf der Welt weit verbreitet und war es bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auch in Deutschland. Die Eigenschaften sowie die optimale Gestaltung und Bewirtschaftung moderner Agroforstsysteme unter den Landnutzungsvoraussetzungen in Deutschland sind bisher wenig erforscht. Gleichzeitig gibt es Ansätze, sie auf Grund ihrer positiven Eigenschaften für den Natur- und Ressourcenschutz sowie die nachhaltige Produktion von Holz und landwirtschaftlichen Erzeugnissen wieder zu etablieren. Die Aufgabe der Dissertation war, zeitgemäße Formen der agroforstlichen Nutzung zu entwickeln oder zumindest in die Diskussion einzubringen. Neu war dabei die Aufgabenstellung, auf agrarisch genutzten Flächen Wertholz zu erzeugen und dabei die Fragen des Naturschutzes, der Landschaftsästhetik und der Akzeptanz gleichrangig einzubeziehen. Dies wurde von der Autorin großartig bewältigt. Die Arbeit liefert einen hervorragenden, konstruktiven und gut verständlichen Beitrag zur Frage, ob und wie es möglich sein könnte, neuartige Agroforstsysteme in Deutschland einzuführen.
Der Lennart-Bernadotte-Preis für Landespflege wurde anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. h.c. mult. Graf Lennart Bernadotte von der Lennart-Bernadotte-Stiftung, Insel Mainau, im Jahre 1989 erstmals verliehen. Er wird für wissenschaftliche Arbeiten an deutschsprachigen Universitäten vergeben, die sich in besonderem Maße mit Fragen der Raumordnung und des Umweltschutzes beschäftigen und zu dem notwendigen Ausgleich zwischen Technik, Wirtschaft und Natur beitragen, wie ihn die „Grüne Charta von der Mainau“ seit 1961 fordert. Der Preis ist mit 5000.- € dotiert.
Links:
Culterra 60 mit Synthese der Dissertation von Tatjana Reeg
Dissertationsprojekt von Tatjana Reeg
Kontakt:
Prof. Dr. Werner Konold
Telefon: +49 761 203-3634
werner.konold landespflege.uni-freiburg.de
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